Symphonieorchester Vorarlberg
 

Konzert 1

Montforthaus Feldkirch: SA 21. September 2019, 19.30 Uhr
Festspielhaus Bregenz: SO 22. September 2019, 19.30 Uhr
Alexander Lonquich • Dirigent, Klavier
Roché Jenny • Trompete
Antonín Dvořák • Serenade für Streichorchester, E-Dur op. 22
Dmitri Schostakowitsch • Klavierkonzert Nr. 1 c-Moll op. 35 für Klavier, Trompete und Streichorchester
Wolfgang Amadeus Mozart • Adagio und Fuge c-Moll KV 546
Wolfgang Amadeus Mozart • Konzert für Klavier und Orchester, Nr. 9 Es-Dur KV 271 »Jenamy«

Antonín Dvořák komponierte seine Streicherserenade E-Dur op. 22 im Mai 1875 in nur 12 Tagen. Dies war das Jahr, in dem er endlich erste Anerkennung als Komponist erfuhr: Er erhielt ein Künstlerstipendium, in der Auswahljury saßen unter anderem Johannes Brahms und der Kritiker Eduard Hanslick. Es bedeutete den Beginn seiner Karriere, die ihn im Laufe der Jahre nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika zu einem bekannten und bedeutenden Komponisten werden ließ. Die Streicherserenade verwendete Dvořák zwei Jahre später, um sie einem Gesuch für ein weiteres Künstlerstipendium beizulegen. Sie erregte wiederum die Aufmerksamkeit von Johannes­ Brahms, der zu einem Vorbild und später einem Freund für seinen tschechischen Kollegen wurde.

Dmitri Schostakowitschs Leben war geprägt von der sehr wechselhaften Behandlung durch das sowjetische Regime. Doch regte sich Widerstand wie in seinem Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester aus dem Jahr 1933, enthält es doch »Störfaktoren«: Ein Klavierkonzert, das einer Trompete Raum gibt, war ungewöhnlich. Zitate aus Jazz und Unterhaltungsmusik wurden argwöhnisch betrachtet, die sowjetischen »Aufpasser« sahen in ihnen Verfallserscheinungen und konnten auch Schostakowitschs Ironie wenig abgewinnen. Sein Versuch, sich musikalisch aufzulehnen, führte dazu, dass das Konzert sehr selten gespielt wurde – erst nach Stalins Tod im Jahr 1953 fand sich ein wohlwollendes Publikum.

Manchen Irrtümern sitzen die Musikfreunde auch 92 Jahre lang auf: So geschehen bei Wolfgang Amadeus Mozarts Klavier­konzert Nr. 9 in Es-Dur, genannt »Jeunehomme-­Konzert«. Woher kam dieser Beiname? Die Erklärung ist fast schon zu banal: Ein einfacher Schreibfehler brachte eine Widmungsträgerin hervor, die niemals existiert hatte, die berühmte ­Mademoiselle Jeunehomme, bekannte französische Pianistin. In Wirklichkeit hieß sie jedoch Louise Victoire Jenamy und Mozart widmete ihr eines seiner außergewöhnlichsten ­Klavierkonzerte.


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