Symphonieorchester Vorarlberg
 

Konzert 1

montforthaus feldkirch: fr 22. september 2017, 19.30 uhr
festspielhaus bregenz: sa 23. september 2017, 19.30 uhr
Gérard Korsten • Dirigent
The Wave Quartet • Marimbaphon
The Wave Quartet:
Bogdan Bacanu · Christoph Sietzen
Vladi Petrov · Emiko Uchiyama

Richard Dünser • Landschaft mit Regenbogen
Johann Sebastian Bach • Concerto in C Major BWV 1061
Robert Schumann • Symphonie Nr. 1, op. 38 B-Dur, »Frühlingssymphonie«

»Landschaft mit Regenbogen«, so nennt der bedeutende Vorarlberger Komponist Richard Dünser sein neues Stück. Große Gemälde von Caspar ­David Friedrich und Pieter Breughel, große Dichtungen von Georg Büchner und Charles Baudelaire werden übersetzt in »musikalische Metaphern, Bilder, Stimmungen und Landschaften« so Dünser. »Helldunkle Sphärenräume« entstehen, die »tragische Hauptfigur« geht »durch eine Winterlandschaft«, kommt aber »in Wirklichkeit im Innersten nicht von der Stelle, in einer von tiefster Verletzung und Zerstörung geprägten Seelenlandschaft gefangen«, doch Breughels »Rückkehr der Jäger« bildet eine vielleicht tröstliche Klammer. Imaginäre Singstimmen »singen«. Ein Stück neuer Musik, ein Stück voll nachtschwarzer Romantik, mit spektralen Klängen. Eine tönende Seelenlandschaft, gespiegelt in der Natur und in der Kunst.

Zu dieser spannenden Uraufführung passt die »Frühlingssymphonie« von Robert Schumann. Die Symphonie sei, so Schumann, komponiert »in jenem Frühlingsdrang, der den Menschen wohl bis in das höchste Alter hinreißt und in jedem Jahr von Neuem überfällt.« Das Gedicht des ­heute vergessenen Poeten Adolph Böttger stand mit seiner letzten Zeile Pate für den Fanfarenbeginn der Symphonie: »Im Tale geht der Frühling auf!« Doch Schumann legte Wert darauf, nicht nur »schildern und malen« zu wollen. Schon bei ihm wird die Landschaft des Frühlings zum Widerschein seiner poetischen Gefühle.

Zwischen diesen tönend bewegten inneren Landschaften steht ein Meisterstück absoluter Musik, Johann Sebastian Bachs Konzert für 2 Cembali, in einer Bearbeitung für
vier Marimbaphone mit dem international gefeierten
The Wave Quartet. »Ob sich’s der Thomaskantor wohl so hätte vorstellen mögen?«, schrieb die Kritik in Salzburg. »Das Ergebnis: Begeisterungsstürme.«


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