Symphonieorchester Vorarlberg
 

Das SOV in der Presse





Pressestimmen 5. Abokonzert
Hindoyan, Wunder
am 1. und 2. April 2018

Ein Wunder-Wuzzi – fast wie Mozart

Ein Programm mit festlich-frohen Werken der Wiener Klassik bescherte das Symphonieorchester Vorarlberg seinen Abonnenten beim traditionellen Osterkonzert. Der Auftritt des österreichischen Ausnahmepianisten Ingolf Wunder mit Mozart begeisterte […].

[…] Wunder tat er nicht nur bei den Kadenzen, sondern erlaubte sich auch einen „Eingang“ bei seinem ersten Einsatz, und er improvisierte wohl auch bei seinen Zugaben von Mozart und Debussy. Das Publikum reagierte begeistert […]. Vom Orchester und vom Pianisten gleichermaßen wunderbar gespielt wurde der Mittelsatz des Konzertes in C-Dur KV 467 […] – es war zweifelsohne der Höhepunkt des Abends.

[…] Der Venezolaner [Anm.: Domingo Hindoyan] stand schon einmal am Pult des SOV […]. Den damals so guten Eindruck konnte er […] mit der Interpretation von Haydns Sinfonie „La Reine“ wiederholen, die lebendig und frisch klang. […]


musikundmehr.mika.at, Anna Mika, 3. April 2018



Eine nette Unterhaltung – das Symphonieorchester Vorarlberg unter der Leitung von Domingo Hindoyan setzten auf die solide Klassik

Beim traditionellen Orchesterkonzert des Symphonieorchesters Vorarlberg standen Werke der drei großen Klassiker Haydn, Mozart und Beethoven auf dem Programm. […] Alle Werkdeutungen im Bregenzer Festspielhaus erklangen durchdacht musiziert. […]

[…] Das Symphonieorchester Vorarlberg und Domingo Hindoyan bemühten sich in der Haydn-Sinfonie um eine schwungvolle Spielart, die die thematischen Gegensätze zwischen den selbstbewusst wirkenden thematischen Auftritten und elegischen Passagen gut ausloteten. Luftig artikulierte das Orchester das Allegretto und betonte sodann im Menuetto die humorvoll gesetzten Vorschlagsmelodien.

[…] Dem Finalsatz [Anm: Beethoven Symphonie Nr. 8] verlieh die geistreiche Instrumentierung, die die Musikerinnen und Musiker besonders hervorhoben, eine besondere Note.

Domingo Hindoyan leitete das Orchester mit Weitblick und klaren Einsätzen für alle Stimmgruppen.

[…] Höhepunkte bildeten [Anm: Mozart Klavierkonzert KV 467] die Kadenzen, die von Ingolf Wunder selbst stammten, denn hier kamen die Persönlichkeit des Pianisten und sein Sinn für die Klanglichkeit der Musik von Mozart besonders zum Ausdruck. Er schuf eine Atmosphäre für Resonanzräume und transformierte den Bewegungsfluss spannend genau dort hinein. Mit Werken von Liszt und Chopin dankte Ingolf Wunder dem begeistert applaudierenden Publikum. […]


Kulturzeitschrift online, Silvia Thurner, 3. April 2018



Osterputz mit entstaubter Wiener Klassik

Im 5. Abonnementkonzert des Symphonieorchesters Vorarlberg in Feldkirch war ein unkonventionelles und frisches Musizieren zu erleben.

[…] Unter der Leitung des sparsam, aber klar und fordernd agierenden jungen Dirigenten Domingo Hindoyan erlebte das Publikum dann zunächst eine Auslegung von Joseph Haydns „La Reine“-Symphonie, der nichts vom verharmlosenden „Papa-Haydn“-Klischee anhaftete – sondern die, leidenschaftlich und konturiert herausgemeißelt, das Werk über die Epochen-Konventionen hinaus zu einem für sich selber stehenden atemberaubenden Klangkunstwerk emporhob. […]

[…] Das Zusammentreffen dieses bemerkenswert emotional agierenden Pianisten [Anm.: Ingolf Wunder] mit dem akkurat und engagiert musizierenden Vorarlberger Symphonieorchester unter der Leitung des Südamerikaners Domingo Hindoyan, der mit dem Selbstbewusstsein eines Kapitäns durch die Musik navigierte, ließ dann auch hier mit einer Werkdeutung aufhorchen, die altliebgewonnene, aber bereits verstaubte Traditionen weit hinter sich ließ.

Mit überraschend hineingestreuten spontan erfundenen Verzierungen und auszierenden Läufen vermochte Ingolf Wunder dem Werk gänzlich neue Aspekte abzuringen. Hindoyan seinerseits brachte mit einer übersichtlich angelegten und prägnant phrasierten Orchesterbegleitung jeden musikalischen Gedanken überzeugend zur Geltung. […]

[…] Wer nach der Pause den typisch Beethoven’schen „élan terrible“ – also eine wuchtig-dröhnende Klangpredigt – erwartete, bekam stattdessen eine überaus elastische, sehr nahe am Haydn-Klang orientierte schimmernde und glitzernde achte Symphonie zu hören. Ein mit großer Spielfreude musizierendes Orchester und ein behutsam und entspannt agierender Dirigent konnten auch diesem Werk eine wohltuende Frische und Spontaneität abgewinnen, die ihm alle polternde Grobheit nahm, dafür aber ein Vielfaches an Lyrik und Poesie schenkte. Ein großer und langer Applaus belohnte einen mutig und sehr engagiert gestalteten schönen Konzertabend.


Neue Vorarlberger Tageszeitung, Thomas Thurnher, 3. April 2018



Ein klassisches Vergnügen

Das SOV traf mit Haydn, Mozart und Beethoven ins Schwarze.

[…] Drei Werke der Wiener Klassik entsprachen in ihrer Festlichkeit und Farbigkeit und ihrem meist ungetrübten musikalischen Fluss genau dem heiteren Lebensgefühl von Frühlingszeit und Ostern, mit dem die Zuhörer ins Konzert strömten. […]

[…] Er [Anm.: Domingo Hindoyan] […] lässt so diese Musik ganz aus sich heraus atmen, gibt den Musikern das Gefühl der technischen Sicherheit, aber auch der größtmöglichen Freiheit und erreicht damit ein relativ unbeschwertes Musizieren. […]

[…] Das Werk [Anm.: Haydn „La Reine“] ist von prallem Leben und Witz erfüllt, hat viele Überraschungen parat, wie einen Variationensatz mit Vogelgezwitscher (sehr schön Barbara Chemellis Flöte) und jede Menge eleganter Einfälle zwischen barocken Einschüben und einem Bauernmenuett, die von Musikern und Dirigent mit Augenzwinkern ausgekostet werden.

[…] Und tatsächlich präsentiert Wunder eine recht eigenwillige Interpretation, spielt einfach seinen eigenen Mozart und erweckt dabei oft den Eindruck, als würden er und das Orchester aneinander vorbei musizieren – auf eine durchaus brillante und mitreißende Art freilich […]. Das Publikum bejubelt dieses Katz-und-Maus-Spiel und erhält eine Mozartfantasie und Debussys „Claire de lune“ als fein kolorierte Zugaben.


Vorarlberger Nachrichten, Fritz Jurmann, 3. April 2018



Wiener Klassiker-Trio zum Osterfest

Das SOV begeisterte im fünften Abo-Konzert mit Haydn, Mozart und Beethoven.

Das bestens disponierte Symphonieorchester Vorarlberg lud am Ostersonntagabend zum fünften Abo-Konzert der Saison ins Montforthaus. Dieses Osterkonzert wurde vor allem zum musikalischen Hochgenuss für die Freunde der Wiener Klassik. […] Wieder einmal mehr erwies sich das SOV als Klangkörper von europäischem Rang. Die Streicher mit dem international bekannten polnischen Konzertmeister Pawel Zalejski an der Spitze, der satte Bläserklang, die homogene Klangfülle des Orchesters… […]

[…] Der vielfach ausgezeichnete Künstler [Anm.: Ingolf Wunder] mit selbstredend perfekter Technik (Liszt-Spezialist), berückend sensiblem Anschlag trotz vitaler Klangrede schuf zusammen mit dem mitatmenden Orchester eine erdentrückte Interpretation. […]

[…] Ein lebenssprühender Abschluss des Konzerts, so richtig auch zum frühlingshaften Ostern passend, war noch Beethovens Symphonie Nr. 8, F-Dur, op. 93. Voller Schwung der erste Satz, ironisch-verschmitzt das metronomisch tickende Allegretto scherzando, erdig stampfend das Menuett, ein rasanter Streicherwirbel im Finale mit Erinnerungen an Haydn. […]


Heimat Feldkirch, Edgar Schmidt, 3. April 2018


Pressestimmen Mozart Requiem
Honeck
am 30. März 2018

Ein starkes musikdramatisches Erlebnis

[…] Der charismatische, asketisch wirkende Honeck selbst geht in seinem körperlichen Einsatz aufs Ganze und schont dabei auch niemanden im Ensemble. Er mobilisiert bei Sängern und Musikern allerletzte Kräfte, wenn nach der Schilderung der Schrecken der Apokalypse in der Offenbarung des Johannes im „Dies Irae“ Mozarts „Tag des Zornes“ folgt und die Posaune (brillant: Alexander Pasolli) im „Tuba mirum“ zum letzten Gericht von der Kanzel schallt. […]

[…] Das motiviert auch das ebenfalls erstmals bei diesem Projekt angetretene Symphonieorchester Vorarlberg zu Höchstleistungen als gleichwertiger Partner. Das SOV trägt aber auch den starken Gestaltungswillen des Dirigenten mit und lässt nichts an Plastizität, Dramatik und analytischer Feinarbeit vermissen. […]


Vorarlberger Nachrichten, Fritz Jurmann, 30. März 2018

Pressestimmen Oper "Don Pasquale"
Januschke
am 4. Februar 2018

Don Pasquale kreist

Was […] seit Freitag am Kornmarkt gezeigt wird, ist erlebenswert.

[…] So munter wie die Komödie dank der Spielfreude von Raphael Sigling in der Titelpartie, Alexandra Flood (Norina), Tamás Tarjányi (Ernesto) und John Brancy (Malatesta) abschnurrt, so sprudelnd tut es die Musik unter Karsten Januschke, aus dem Orchestergraben und aus den goldenen Kehlen der Sänger.


Kronen Zeitung Vorarlberg, Anna Mika, 4. Februar 2018



Die Dame knipst sie alle aus

[…] Wie in einem gut geschmierten Uhrwerk greifen da alle Rädchen – Inszenierung, musikalische Umsetzung, solistische wie choristische Darbietung – wunderbar ineinander. Und das Treiben und Hintertreiben rund um den alten Hagestolz und Geldscheffler Don Pasquale wird zum amüsanten Musiktheatererlebnis.

[…] Überhaupt ist da sehr viel Witz und Pfiff in diesem Abend, was musikalisch durch das Symphonieorchester unter der Leitung von Karsten Januschke bestens ergänzt wird. Schön ist auch, dass es im Landestheater gelungen ist, Bühnengeschehen und Orchester in eine gute Balance zu bringen. Sie konkurrieren nicht miteinander, sondern ergänzen sich. Das gilt auch für die fünf gesanglichen Solisten des Abends.

[…] Dass nach drei Akten und etwas mehr als zwei Stunden Musik und Liebeskomödie deshalb kräftigst applaudiert wurde, verwundert nicht. Denn „Don Pasquale“ überzeugt am Vorarlberger Landestheater einfach als Gesamtpaket aus Musik, Gesang, Spiel und weiblicher Schlitzohrigkeit. Und das ist auf jeden Fall einen Opernabend und seinen Applaus wert.


Vorarlberger Nachrichten, Veronika Fehle, 5. Februar 2018



Witziger und spritziger „Don Pasquale“

Eine tatsächlich in allen Belangen höchst stimmig in Szene gesetzte Oper erlebte am Freitag im Vorarlberger Landestheater ihre Premiere: Gaetano Donizettis „Don Pasquale“.

[…] Getragen vom sehr präzise spielenden Vorarlberger Landesorchester unter der umsichtigen Leitung von Karsten Januschke wird der Abend zum Genuss. Schön ausgearbeitete Linien, akkurates Zusammenspiel mit den Solisten auf der Bühne und sauber begleitete Accompagnato-Rezitative, die sehr viel Obacht von den Musikern erfordern: All das gelingt so mühelos, dass die ganze Oper als fein ausgearbeitetes und in allen Details stimmiges Ganzes geradezu besticht.

[…] Nach d[ies]em letzten witzigen Regie-Einfall wird das gesamte Ensemble unter großem Jubel vom Publikum lange und begeistert akklamiert.


Neue Vorarlberger Tageszeitung, Thomas Thurnher, 6. Februar 2018



Wer bringt den alten Geizkragen zur Vernunft?

[…] „Don Pasquale“ erleben die Bregenzer Opernbesucher – auch dank des munter aufspielenden Symphonieorchesters Vorarlberg und des klanglich und darstellerisch beachtenswerten Bregenzer Festspielchors – als witzig-unterhaltsamen, wohlklingenden Abend. […]

Der Westallgäuer, Ingrid Grohe, 7. Februar 2018

Pressestimmen 4. Abokonzert
McFall, Soltani
am 13. und 14. Jänner 2018

Ein Triumph für unseren Meistercellisten – Kian Soltanis Debüt mit dem SOV unter Leo McFall wurde zum Szene-Ereignis

[…] Punktgenau nach der Auszeichnung mit dem Credit Suisse Young Artist Award 2018 des Lucerne Festivals […] trat unser Meistercellist Kian Soltani (25) am Wochenende erstmals in zwei umjubelten und restlos ausverkauften Abo-Konzerten zusammen mit dem Symphonieorchester Vorarlberg auf. Eine Sternstunde auch in der über 30-jährigen Geschichte für das Orchester, das unter der starken Dirigentenpersönlichkeit des ebenfalls debütierenden Londoners Leo McFall (36) auf Anhieb zur Höchstform auflief. […]

[…] Und die Musiker, diesmal mit Monika Schuhmayer an der Spitze des seidig kompakten Streicherapparates und den vielen tollen Bläsern, erreichen gemeinsam mit McFall in einem imposanten 45-minütigen Kraftakt ein bis ins Detail ausgefeiltes, mitreißendes Klangspektakel in kräftigen Farben wie aus dem Bilderbuch.


Vorarlberger Nachrichten, Kultur, Fritz Jurmann, 15. Jänner 2018



Emotionale Musik und bewegende Werkdeutungen – der Cellist Kian Soltani, der Dirigent Leo McFall und das Symphonieorchester Vorarlberg berührten die Menschen

Im Rahmen des vierten Abonnementkonzertes war […] der Publikumsandrang so groß, dass das Montforthaus in Feldkirch und das Bregenzer Festspielhaus die interessierten Konzertbesucherinnen und -besucher nicht fassen konnte.

[…] Mit seinem emotionalen Spiel erfüllte der charismatische Künstler [Kian Soltani, Anm.] Elgars Cellokonzert mit individueller Aussagekraft. […] So war der Solist auch als Zuhörender zu erleben, der feinsinnige Dialoge mit dem Orchester aufnahm und weitertrug. In diesem gegenseitigen Geben und Nehmen entwickelten alle gemeinsam eine besondere Sensibilität für den musikalischen Verlauf. Durch die ausgezeichnete Pianokultur jeder Stimmgruppe wurde der intime Charakter der Musik betont.

[…] Die gut ausgewählte Werkzusammenstellung beinhaltete auch die Passacaglia op. 33b aus der Oper „Peter Grimes“ von Benjamin Britten. Die großen inneren Spannungsverhältnisse stellte das Orchester mitreißend dar. Auch hier kam der hervorragend austarierte Gesamtklang besonders zur Geltung, angefangen vom fast „tonlosen“ Bratschensolo von Milan Radic bis hin zum abebbenden Pianissimo am Ende.

[…] Alle interpretatorischen Zugänge überzeugten, doch am meisten beeindruckte Leo McFalls Fähigkeit, jede einzelne Passage klanglich auszuloten und transparent durchhörbar zu machen. Auch kleine, nur vermeintlich unscheinbare Passagen erhielten innerhalb des Gesamtgeschehens eine überraschende Leuchtkraft. Die Aufmerksamkeit lenkte überdies die gepflegte Pianokultur auf sich, denn damit entwickelten sich die Themengewichtungen überaus spannend.

[…] Leo McFall zeichnete sich durch ein sehr präzises und zugleich gefühlvolles Dirigat aus, das die Orchestermusikerinnen und –musiker zur Hochform führte.


Kultur Online, Silvia Thurner, 15. Jänner 2018



Symphonieorchester begeisterte – Heimspiel für Kian

[…] den ganzen Abend lang wurde äußerst klangschön und differenziert musiziert. Es begann mit der Passacaglia aus der Oper „Peter Grimes“ von Benjamin Britten, eingeleitet mit einem wunderschönen Bratschensolo (Milan Radic) und mit einem stupenden Spannungsbogen über dem ganzen Stück. […] Beim Programmpunkt nach der Pause, der Ballettmusik „Romeo und Julia“ von Sergej Prokofjew, zeigte sich das Orchester und sein Gastdirigent ebenfalls in Höchstform, wurden doch die Szenen sehr differenziert gestaltet.

Kronen Zeitung Vorarlberg, Anna Mika, 16. Jänner 2018



Ein feinsinniger Solist aus Vorarlberg – Kian Soltani und Leo McFall wurden mit dem SOV in den gemeinsamen Konzerten bejubelt

Im Cellokonzert von Elgar nimmt Soltani mit seinem großen Atem, dem warmen, weit ausschwingenden Ton seines Stradivari-Cellos […] gefangen. […] Das Zusammenspiel mit dem höchst motiviert und aufmerksam musizierenden SOV und dem erfahrenen jungen britischen Dirigenten ist souverän und wunderbar selbstverständlich.

[…] Für den Dirigenten mit seiner ansprechend klaren und fein modellierenden Körpersprache und für das Orchester mit seinen so engagiert musizierenden Solisten und Stimmführern bot Prokofjews Musik reiche Gelegenheit zur Charakterisierung.

[…] Auch ohne Tanz und Bühnenbild ließ der Dirigent Bilder im Kopf entstehen. […] Dirigent und Orchester wurden vom Publikum im Montforthaus begeistert gefeiert […].


Neue Vorarlberger Tageszeitung, Katharina von Glasenapp, 16. Jänner 2018

Pressestimmen 3. Abokonzert
Prabava, "SOV meets JOV"
am 27. November 2017

Mit symphonischem Jazz auf neuen Pfaden

Erstmals in seiner über 30-jährigen Geschichte wagte sich das Symphonieorchester Vorarlberg beim 3. Abo-Konzert im Montforthaus an ein Großprojekt mit sogenanntem symphonischen Jazz und holte sich dafür unter dem Motto „SOV meets JOV“ das Jazzorchester Vorarlberg ins Boot. Gemeinsam erteilten sie dem Südtiroler Gerd Hermann Ortler (34) einen Kompositionsauftrag, dessen Einlösung tradierte Grenzen aufbrach, in genreübergreifende Klangwelten vorstieß und zu einem umwerfenden Musikevent wurde. Zeitgleich präsentiert das SOV als Einspringer für den erkrankten Gérard Korsten den indonesischen Dirigenten Adrian Prabava […]. Mit seiner klassisch eleganten, unaufgeregten „Alten Schule“ des Dirigierens beruft er sich auf seine prominenten Mentoren Kurt Masur und Bernard Haitink. Schubert siedelt er in Beethoven-Nähe an, auffällig die Schönheit der Streicher im innigen zweiten Satz. Prabava zeigt Temperament, strahlt dennoch große Ruhe aus und erreicht mit viel weniger Körpereinsatz als andere ein Maximum an Präzision und Ausdruck im Orchester. […]

[…] In überschäumender Fantasie und brillanter Instrumentierung lässt Ortler die einzelnen Register gegeneinander auffahren, generiert fetzig kompakte Bläserattacken und orchestrale Steigerungen, aus denen sich auf softem Streicherteppich immer wieder tolle Solisten der mit einheimischen Topleuten besetzten Band herausschälen […]

Die Musiker beider Sektionen sind motiviert, diesen ungewohnten Erfordernissen Rechnung zu tragen, und bringen auch ideale Voraussetzungen dafür mit. Das SOV profitiert davon, dass manche in seinen Reihen, angefangen vom exzellenten Konzertmeister Pawel Zalejski, regelmäßig zeitgenössische Musik und Jazz spielen […].


Vorarlberger Nachrichten, Fritz Jurmann, 27. November 2017



SOV und JOV als vereinter Klangkörper

Vor Kurzem Mahler, heute Jazz und Schubert: Das Symphonieorchester Vorarlberg (SOV) beweist einmal mehr seine Vielseitigkeit und stürzte sich in seinem jüngsten Konzertprojekt mit Lust und Engagement in eine Uraufführung und eine musikalische Begegnung mit dem Jazzorchester Vorarlberg (JOV).Eine Entdeckung war auch der deutsch-indonesische Dirigent Adrian Prabava, der für den erkrankten Chefdirigenten Gérard Korsten eingesprungen war und der sich die umfangreiche Partitur der Symphonie von Gerd Hermann Ortler zu eigen gemacht hatte.

[…] beide Orchester haben ihren Spaß am neuen Stück, befeuern es und geben alles, die Grenzen zwischen E und U, zwischen Klassik und Jazz, werden aufgehoben. Buchstäblich „einverleibt“ hat sich Adrian Prabava die vielschichtige Partitur, seine lockere und zugleich präzise Körpersprache ist einzigartig. Großer Jubel im Festspielhaus für zwei vielseitige Klangkörper!


Neue Vorarlberger Tageszeitung, Katharina von Glasenapp, 28. November 2017



Musikalische Geschichten mit besonderem Drive erzählt – Jubelstimmung beim 3. Abonnementkonzert des Symphonieorchesters Vorarlberg im Montforthaus Feldkirch

[…] Die Orchester- und die Jazzmusiker ließen sich voll ein auf die Herausforderungen und wurden wunderbar klar geleitet vom Dirigenten. So kamen die Inhalte jedes einzelnen Satzes hervorragend zur Geltung. […] Dazu hatte G.H. Ortler eine große Anzahl von herausragenden Solisten […] zur Verfügung, die mit teilweise spektakulären Improvisationen und Soli die Aufmerksamkeit auf sich lenkten. […] Nach dem Verklingen des letzten Tones war der Jubel im Saal riesig. Sowohl der Komponist als auch die Musikerinnen und Musiker und der Dirigent wurden stürmisch gefeiert.

In Schuberts Symphonie Nr. 4 (D417) ließ bereits die Einleitung aufhorchen, denn die musikalischen Blöcke zwischen den unteren und oberen Registern erklangen sehr prägnant modelliert und ließen Raum für die Durchgänge der Holzbläser. […] So verliehen unter anderem die fein austarierten, korrespondierten Stimmgruppen dem Andante einen besonderen Charme und beeindruckten im Finale die in raschem Wechsel herumgereichten signalartigen Motive.

Ein besonderes Augenmerk lag auf Adrian Prabava am Pult. Er dirigierte Schuberts Vierte auswendig und überzeugte vor allem durch seine sparsame, aber sehr ausdruckstarke und prägnante Gestik. Dies bewirkte schön ausbalancierte, sichere Streicher und gab den zahlreichen Soli aus den Reihen der Holzbläser Raum zur Entfaltung.


Kulturzeitschrift, Musik, Konzert, Silvia Thurner, 26. November 2017

Pressestimmen Texte und Töne
SOV und "ensemble plus"
am 11. November 2017

Offene Ohren für neue Klänge aus dem Land

Das Festival „Texte & Töne“ ist zur Marke geworden. Neben der hochrangigen Qualität der Werke und ihrer Ausführung ist es vor allem die Vielfalt in Stilistik und Besetzungen vom feinen Kammer-Duo bis zur fetzigen Jazzband, die das Publikum bis 23 Uhr mitreißen. […]

Das SOV hat hier vor etwa 200 Zuhörern jene Spielwiese, auf der es der ambitionierten Komponistenszene ein Podium bieten kann. Unter der Leitung des in Salzburg tätigen Musik-Fachmanns Kai Röhrig machen die Musiker gute Figur. […


Vorarlberger Nachrichten, Fritz Jurmann, 13. November 2017



Unterschiedlichste musikalische Standpunkte – „Texte und Töne 2017“ war abwechslungsreich und fand viel Publikumszuspruch

[…] Das „ensemble plus“ unter der Leitung von Christoph Renhart mit den Solistinnen Klaudia Tandl und Sabine Winter sowie das „Symphonieorchester Vorarlberg“ mit Kai Röhrig am Pult musizierten engagiert und mit einer bewundernswert ausbalancierten Klangkultur. […]

[…] Den Part des Tassilo füllte der Bassbariton Clemens Joswig hervorragend aus. Er formte den Vokalpart textdeutlich. Besonders eindringlich kam die Schwere der Selbstreflexion in den tief gesetzten Passagen zur Geltung, in denen die Orchestermusiker mit einer bewundernswerten Pianokultur auf den Gesang reagierten.

[…] Goran Kovacevic gestaltete den auf ihn zugeschnittenen Solopart höchst konzentriert und mit einer bewundernswerten Spieltechnik. Auch große Tonraumdistanzen und eng ineinander verschachtelte Passagen spielte er virtuos. Die vom Akkordeonpart ausgehenden Impulse nahmen die Orchestermusiker sehr präsent auf. Kai Röhrig leitete das SOV professionell und mit klarer Gestik.


Kulturzeitschrift, Musik, Konzert, Silvia Thurner, 13. November 2017

Pressestimmen 2. Abokonzert
Kirill Petrenko, "Mahler 7"
am 21. und 22. Oktober 2017

Mit Liebe und Leidenschaft zum Detail

Einhundert Musikerinnen und Musiker drängen sich auf der Bühne des Festspielhauses und trotzdem klingt die Musik, als wäre sie leichthändige Kammermusik […].

[…] Die Musikerinnen und Musiker wachsen über sich hinaus, geben alles, erarbeiten sich binnen kurzer Zeit diese anspruchsvolle Musik, die selbst für die Kollegen der großen Orchester keineswegs alltäglich ist.

Kirill Petrenko wiederum hält mit seiner drahtig energiegeladenen Körpersprache, seiner plastischen Nachzeichnung selbst kleinster Figuren, seiner intensiven Mimik Kontakt zu jedem und jeder Einzelnen auf dem Podium. Höchstspannung, Dramatik, Kontraste und ein riesiger Bogen sind das musikalische Ergebnis. Begeisterung und Überwältigung reißen das Publikum mit.

[…] Mit dem gewaltigen Einleitungssatz und dem virtuos alle Register ziehenden Finale offenbart Petrenko sein Gespür für die große Architektur.


Schwäbische Zeitung & Neue Vorarlberger Tageszeitung, Katharina von Glasenapp, 24. Oktober 2017



Glänzende Huldigung an Mahler

[…] der russische Topdirigent Kirill Petrenko (45) ebnet wiederum auf verblüffende Weise den Zugang auch zu diesem Werk und erhebt dieses Lokalereignis gleichzeitig zu weltstädtischem Format. Vor der letzten Konsequenz der Interpretation, der Leidenschaft des Musizierens, die er mit seinen Musikern an den Tag legt, gibt es auch für die Zuhörer kein Entrinnen mehr. Das Montforthaus erbebt vor Begeisterung, das erwartete Großereignis ist eingetreten. […]

[…] Seine eigene, wie gewohnt bis ins Detail perfekte Vorbereitung überträgt er in dieser auch für ihn neuen Symphonie in seinem klaren, übersichtlichen Dirigat praktisch eins zu eins auf das Orchester, das er in intensiver gemeinsamer Arbeit zu einer neuen Bestform trainiert hat. Er kann sich dabei quasi blind auf die verlangte 100-köpfige Riesenbesetzung verlassen und führt die Musiker mit Pfadfindersicherheit nun überlegen durch diesen Dschungel an Vernetzungen, Überlagerungen und motivischen Verzahnungen.

[…] Da zeigt das Orchester neben seiner Transparenz auch ein letztes Aufgebot an Klangkraft, Durchhaltevermögen und Schönheit in blitzsauberem Blech mit warmem Hörnerklang, geschmeidigem Holzregister und dem seidigen klang der Streicher. Eine glänzende Huldigung an Mahler wie aus dem Bilderbuch, ein denkwürdiges Ereignis.


Vorarlberger Nachrichten, Fritz Jurmann, 23. Oktober 2017

Pressestimmen 1. Abokonzert
Gérard Korsten, The Wave Quartet
am 22. und 23. September 2016

Verinnerlichte Naturstimmungen – das Symphonieorchester Vorarlberg bot zum Saisonsauftakt einen ereignisreichen Konzertabend

Mit dem neuesten Werk „Landschaft mit Regenbogen“ von Richard Dünser eröffneten das SOV und Gérard Korsten im Feldkircher Montforthaus die aktuelle Saison. Damit setzten sie ein Zeichen, das Schule machen sollte. Die Uraufführung spielten die Musikerinnen und Musiker mit einer beeindruckenden Klangkultur, so dass die klangfarbenreichen und fein verwobenen musikalischen Inhalte hervorragend zur Geltung kamen. Eine niveauvolle Show, die für Abwechslung im Konzertsaal sorgte, war der Auftritt des "Wave Quartet" mit vier Marimbas. Gut abgerundet wurde der Konzertabend mit der Interpretation der ersten Sinfonie von Robert Schumann.

[…] All diese Ausdruckgehalte stellte das SOV hervorragend dar, besonders die feinsinnige Pianokultur rief Bewunderung hervor.

Einen Kontrast zur Uraufführung stellte der Auftritt des „Wave Quartet“ dar. […] Bewundernswert aufeinander abgestimmt korrespondierten die Musiker miteinander und stellten die musikalischen Verläufe prägnant dar. Besonders deutlich kam die virtuose Spielart des „Wave Quartet“ in der Ausformung der dynamischen Kontraste zur Geltung. […]

Schumanns Sinfonie Nr. 1, op. 38, die sogenannte „Frühlingssinfonie“, bildete einen passenden Rahmen zur „Landschaft mit Regenbogen“ von Richard Dünser. Viele neue Gesichter fanden sich in den Reihen des Symphonieorchesters Vorarlberg, das Gérard Korsten energiegeladen leitete. Gut phrasiert entwickelten die Musiker die thematischen Linien aus den rhythmischen Bewegungsimpulsen im Eröffnungssatz und führten diese zum Höhepunkt. Auch der lyrisch liedhafte Charakter des Larghettos kam schön zum Ausdruck. Aufhorchen ließen die Soli im Scherzo. […]


Kulturzeitschrift, Kritiken, Silvia Thurner, 24. September 2017



Klänge, mitten in das Zentrum

Ein vielfältiges Programm bot das Symphonieorchester Vorarlberg beim ersten Abo-Konzert der Saison. Eine Uraufführung des gebürtigen Bregenzers Richard Dünser […].

Dirigent Gérard Korsten und das SOV widmeten sich dem neuen Werk, in dessen Mittelpunkt die Flöte, die Harfe und das Vibraphon stehen, mit großer Sorgfalt. […]

[…] zum zweiten Stück, das eine Bearbeitung von Bachs Cembalokonzert BWV 1061 für vier Marimbas war, welches das attraktive Ensemble „The Wave Quartet“ mitreißend darbot. […]

[…] auch Robert Schumanns prächtige „Frühlingssymphonie“ […]. Dabei spielte das SOV großartig auf, mit frischen Tempi, souveränen Soli und großen Emotionen. […]


Kronen Zeitung Vorarlberg, Anna Mika, 24. September 2017



Zeitgenössisches, Barockes und Romantisches als Auftakt

Richard Dünsers neues Werk hat beeindruckt […]. Das Stück liegt auch den Musikern und dem Dirigenten, die mit größter Behutsamkeit und Intensität am Werk sind. […]

Robert Schumanns lebensbejahende, verliebte „Frühlingssymphonie“ sorgt mit Hörnerschall und Vogelgezwitscher für Erleichterung und spannt einen schönen thematischen Bogen zu den Landschaftsbildern Dünsers. Korsten bringt hier auch mit seinem diesmal kleiner besetzten Orchester Schumanns oft an Beethoven gemahnende schwelgerische Romantik zu plakativer Wirkung, dennoch bleibt alles klangsinnlich, fein differenziert und schwungvoll. Das Publikum reagiert begeistert.


Vorarlberger Nachrichten, Fritz Jurmann, 25. September 2017



Konzert mit klingenden Landschaften

Die „Landschaft mit Regenbogen“ ist mit feinem Pinsel und doch kräftigen Konturen gezeichnet, ist gut zu hören und wurde vom Symphonieorchester und Gérard Korsten mit viel Liebe und Engagement umgesetzt.

Großer Umbau dann zum Mittelteil des Konzerts: […] musizierten doch nur noch die Streicher Bachs Konzert für zwei Cembali BWV 1061 fein artikulierend und filigran im Stehen.

[…] Bogdan] Bacanu, Christoph Sietzen, Vladi Petrov und Emiko Uchiyama bilden zusammen das Wave Quartet, sie verschmelzen zu einer Energie, lassen die Marimbas atmen, singen, in der Dynamik an- und abschwellen (wie die namensgebende Welle eben) und fügen dem Ganzen durch die Bewegung von Körpern, Armen und Schlägeln noch etwas Magisches hinzu.

[…] Schumanns erste Symphonie, die sogenannte „Frühlingssymphonie“, musizierten Gérard Korsten und das SOV nach der Pause frisch und kraftvoll, mit starken Akzenten und musikalischen Flötenwirbeln. […] Im Finale bewährte sich die feine Arbeit an der Streicherartikulation, die Korsten mit seiner beschwingten Körpersprache beschwört.


Neue Vorarlberger Tageszeitung, Katharina von Glasenapp, 26. September 2017


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