Symphonieorchester Vorarlberg
 
Harald Gfader · Bildender Künstler

Künstler meines Respektes üben sich unter anderem in der Fertigkeit der Komposition, der Freiheit, der Ideen und der Toleranz. Mit Akribie und Gespür finden sie hier den Weg in der Ästhetik, von aísthēsis, der Wahrnehmung im Allgemeinen zur Empfindung im Besonderen.

Egal ob in der Musik oder in der bildenden Kunst war dies bis zum 19. Jahrhundert vor allem die Lehre von dem Schönen, dem Guten, inklusive von Gesetzmäßigkeiten der Harmonie. Dem Auge auch der Seele zu schmeicheln auch dem Gehör, ist besonders in der gegenwärtigen Zeit keine Anleitung zum Selbstzweck. Es sichert die Zeit, die Toleranz, die Offenheit zum Neuen, die Akzeptanz des Menschen zum Menschen. Offenheit für den Zufall bedeutet eine Offenheit für Impulse egal welcher Provenienz. Es sichert eine Gesellschaft.

So handle ich aus einem für mich normalen Bewusstsein, das den Willen nur scheinbar ausschaltet. Mein Wille ist nicht die Willenlosigkeit, das künstlerische Bewusstsein zielt auf das wache, mitunter unbewusste Handeln als ­Zufall, dies aber nur scheinbar. Die Kunst des Zitates ist die Kunst des Momentes, dies bitte analog! Ich bin weit von jener Philosophie entfernt, alles neu zu erfinden. Bildkonzepte als DAS Ulti­mative, Endgültige den Leuten anzudrehen. Ich male! Der übergeordnete Begriff darin ist jener der ­»Befindlichkeiten«, der prinzipielle Themeninhalt meiner Auseinandersetzung um Bilder machen zu können.

Die Dualität von Idee und Werk ist mir wichtig, Spontanität als unverzichtbares künstliches Mittel prägt auch meine Bilder mit aufwändigen Kompositionen. Dabei ist gerade eben die Malerei | Zeichnerei der Grundkanon meiner ­Tätigkeit als »langsames« Medium richtig. Ohne Musik geht gar nix!


HGfader

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