Symphonieorchester Vorarlberg
 

Symphonieorchester Vorarlberg

Das 1984 gegründete Symphonieorchester Vorarlberg ist bis heute, allein aus Kostengründen, ein Projektorchester. Das ist ein überaus diffiziles Gefüge, das sich genau genommen stets von neuem selbst erfindet. Es gilt als kleines Kulturwunder am Bodensee, mit welcher Selbstverständlichkeit, welchen Ergebnissen dieses logistische und künstlerische Abenteuer in über 30 Jahren bis heute Bestand hat. Ebenso, mit welchem Selbstbewusstsein das SOV regelmäßig während der Bregenzer Festspiele in einen unausgesprochenen Wettstreit mit einem internationalen Konzertorchester wie den Wiener Symphonikern tritt.

Im kulturellen Leben des Landes ist dieser Klangkörper ohnedies längst unverzichtbar geworden, präsent in zwei vom Publikum begeistert angenommenen Abo-Zyklen in Bregenz und Feldkirch, die erstmals von fünf auf sechs Termine erweitert wurden. Dazu sind wichtige Aufgaben der Musikvermittlung und auf Tourneen zu erfüllen, insgesamt 17 Projekte pro Jahr. Jährlicher Fixpunkt seit 1988 ist die Zusammenarbeit mit dem Vorarlberger Landes­theater in einer Opernproduktion, bei der das SOV im Frühjahr 2017 mit Glucks »Orpheus und Eurydike« erstmals barockes Neuland betreten und dabei durchaus gute Figur gemacht hat.

Seit 2005 ist der Südafrikaner Gérard Korsten Chef am Pult, der mit seinen Ideen die Spannung aufrecht hält und immer wieder für besondere Momente sorgt. Dass mit dem hier aufgewachsenen Kirill Petrenko einer der derzeit weltweit gefragtesten Dirigenten seine einmal gegebene Zusage für den Konzertzyklus MAHLER 9 x 9 bereits zu zwei Dritteln erfüllt und dabei Epochales hervorgebracht hat, darf als kleine Sensation gewertet werden.

Fritz Jurmann



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