Symphonieorchester Vorarlberg
 

Symphonieorchester Vorarlberg

Im Jahr 1984 ins Leben gerufen, entwickelte sich das SOV, das Symphonierochester Vorarlberg, unter seinem ersten Chefdirigenten Christoph Eberle rasch zu einem professionellen Klangkörper, der nicht nur im westlichsten Bundesland Österreichs, sondern weit darüber hinaus Bedeutung erlangt hat. Von Anbeginn bestreitet das SOV nicht nur seine bestens ausgelasteten Abonnementkonzerte, inzwischen sechs pro Jahr jeweils in Feldkirch und Bregenz, sondern ist auch Partner der jährlichen Opernproduktion des Vorarlberger Landestheaters und gestaltet eine Orchestermatinee bei den Bregenzer Festspielen. Namhafte Solisten wie Heinrich Schiff, Thomas Quasthoff, Elisabeth Leonskaja oder Till ­Fellner konzertierten mit dem SOV, unter anderen dirigierte es Manfred Honeck.

Nachdem Christoph Eberle dem Symphonieorchester Vorarlberg bis 2005 vorgestanden ist, übernahm der Südafrikaner Gérard Korsten die Leitung. Korsten war zuvor als Geiger und Konzertmeister der Camerata Salzburg als Schüler und Nachfolger des legendären Sándor Végh tätig – musikalische Welten, die sich durch Korsten dem Symphonieorchester Vorarlberg öffneten und einen entscheidenden Qualitätsschub brachten.

Einladungen zu Konzerten in Österreich, der Schweiz und Italien wurden wahrgenommen, darunter die besonders ehrenvolle, Österreich am Nationalfeiertag bei der Expo in Mailand 2015 zu repräsentieren. Und es ist eine Auszeichnung für das Orchester, dass Kirill Petrenko, derzeit noch Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper München und designierter Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, gemeinsam mit dem SOV den Konzertzyklus Mahler 9x9, im Zuge dessen alle Mahler Symphonien zur Aufführung gebracht werden, zum Abschluss bringen wird. Neben Kirill Petrenko sind dem Orchester besonders François Leleux als Solist und Dirigent oder die aus Vorarlberg stammenden Shootingstars Aaron Pilsan und Kian Soltani verbunden. Sehr am Herzen liegt dem SOV, das übrigens aus einem Stamm von 120 Musikerinnen und Musikern schöpft, die zeitgenössische Musik, besonders die aus Vorarlberg. Sie erklingt mitunter in Abokonzerten, besonders aber im jährlichen Festival Texte und Töne. Und auch beim Festival Montforter ­Zwischentöne mit seinen innovativen Konzertformaten, ist das SOV vertreten.

Die schöne Partnerschaft mit den Bregenzer Festspielen ­widerspiegelt sich in zumindest drei Produktionen pro Saison. Das SOV übernimmt die Produktionen des Opernstudios ­sowie die eröffnende Festmesse und als Highlight die abschließende Matinee.

Im Jahr 2018 ist Gérard Korsten nach dreizehn Jahren von der Leitung des SOV zurückgetreten, und nach zwei interimistischen Saisonen wird der Brite Leo McFall als Chefdirigent übernehmen.



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